Helpter Berge Willkommen!

                    

Winterlich kalt war es an diesem Samstag in Woldegk, doch in der katholischen Kapelle wurde es schnell warm. Noch bevor das Konzert begann, empfing ein feiner Duft die Besucher: selbstgebackene Plätzchen, liebevoll zubereitet, daneben ein Glas aromatisches Quittenwasser – eine kleine, herzliche Geste, die sofort Gemeinschaft stiftete. So strömten die Menschen nach und nach aus der Kälte hinein, schüttelten sich den Frost aus den Jacken und fanden langsam ihre Plätze.

Ein Abend, an dem Patricio Zeoli Woldegk musikalisch nach Südamerika entführte.
Es entstand eine farbenreiche, temperamentvolle Reise durch Lateinamerika – voller Klänge und Geschichten.

Der Joropo aus Venezuela eröffnete den Abend mit einem Schwung, der die Kapelle fast in Bewegung versetzte: lebendig, tänzerisch, warm. Man merkte schnell, dass die Woldegker keineswegs fremdelt mit südamerikanischen Klängen – im Gegenteil, viele lächelten und ließen sich  sanft mitreißen.

Aus Kuba klangen zwei Tänze von Ignacio Cervantes, zart und elegant, und die Gitarre füllte den Raum mit dieser feinen Mischung aus Leichtigkeit und Melancholie, die die Habanera so unverwechselbar macht.

Klänge vom Amazonas – von Manaus bis Belém

Besonders eindrucksvoll waren die musikalischen Eindrücke aus Brasilien. Die Stücke nahmen das Publikum mit auf eine Fahrt entlang des Amazonas – vorbei an der Metropole Manaus, durch endlose Flusslandschaften, bis zur Mündung in Belém.

Und Belém, so wie Patricio erzählt hat, sei eine Stadt voller Düfte, Farben und Kulturen: indigene, portugiesische und afrikanische Spuren verschmelzen dort zu einem eigenen Zauber. Die Musik brachte davon etwas spürbar in die Kapelle, und manch einer schien gedanklich weit weg zu treiben – auf einem Boot, unter dem weiten Himmel des Deltas.

Von den Pampas zum Tango

Der argentinische Teil des Abends führte von der schier endlosen Weite der Pampas direkt in die Welt des Tangos. Das karakteristische Bandoneon wurde eindrucksvoll beschrieben – dieses Instrument, das einst aus Sachsen kam und in Argentinien neben der Gitarre zur Seele einer ganzen Musikrichtung wurde.

Piazzollas Milonga mit ihren modernen, beinahe surrealen Farben berührte viele hörbar; der Applaus danach war lang und herzlich.

Rhythmen der Anden

Zum Abschluss erklangen Tänze aus den Anden – aus Argentinien, Bolivien und Peru. Ein Rhythmus, der die Bewegung eines "lachenden" Lamas nachahmt, brachte ein Schmunzeln ins Publikum und rundete den Abend mit einer erdigen, authentischen Note ab.

 

……die Reise hat gerade erst begonnen

 

 

 

Und sie geht weiter!

Am Samstag, den 24. Januar 2026, um 16:00 Uhr laden wir herzlich zu einem weiteren Konzert ein.

Diesmal erwartet Sie das Programm
„Ich hab die Nacht geträumet – Volkslieder einmal anders“,
dargeboten vom Duo ChiaroScuro:
Gaby Bultmann und Johanne Braun.

Der Konzertort bleibt die katholische Kapelle in Woldegk, die mit ihrer warmen Atmosphäre erneut den idealen Rahmen bietet.

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen – und darauf, diese besondere Reise mit Ihnen fortzusetzen!

Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.